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Ist die Videoüberwachung am Arbeitsplatz erlaubt? Interview mit „Regel Recht aktuell“

Es ist ein heikles Thema, das immer wieder viele Fragen aufwirft – sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer: Ist die Videoüberwachung am Arbeitsplatz erlaubt? Unter anderem zu dieser Frage wurde Rechtsanwalt Peter Kaumanns, Fachanwalt für IT-Recht, vom Online-Magazin „Regel Recht aktuell“ interviewt.

Das vollständige Interview können Sie hier lesen.

„Die Videoüberwachung am Arbeitsplatz durch den Arbeitgeber ist grundsätzlich zulässig, dies aber nur in engen Grenzen“, erklärt Peter Kaumanns in dem Gespräch mit „Regel Recht aktuell“: „Zu berücksichtigen ist weiterhin, dass Mitarbeiter durch Kameras sich einem ständigen Überwachungs- und Anpassungsdruck ausgesetzt sehen können.“

Hingegen könne der Arbeitgeber häufig auch nachvollziehbare Gründe haben, um seinen Betrieb zu überwachen, so der Rechtsanwalt. Dies könne beispielsweise in der Kontrolle von Maschinen und Arbeitsabläufen, damit zusammenhängenden Sicherheitsumständen oder zur Aufdeckung von Straftaten begründet sein.

Das Interview beschäftigt sich auch mit den Fragen, ob die Videoüberwachung durch Dritte erfolgen darf und was mit den Aufnahmen passiert.

Auch wird thematisiert, welche Bereich überhaupt überwacht werden dürfen. „Unzulässig ist die Überwachung von Räumen oder Bereichen, die dem Schutz der Intimsphäre des Arbeitnehmers, das heißt der überwiegend privaten Lebensgestaltung zuzurechnen sind. In der Regel werden dies die Sozialräume eines Unternehmens sein, das heißt Umkleide-, Sanitär-und Schlafräume“, sagt Peter Kaumanns.

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