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Die Polizei Hagen sorgt sich um das Persönlichkeitsrecht von Kindern im Internet

Eine Aktion der Polizei Hagen sorgt bei Facebook derzeit für Aufsehen. Die Ordnungshüter haben dort folgendes veröffentlicht (Screenshot: Facebook-Account der Polizei Hagen):

                                         

Mit diesem Appell hat die Polizei nicht ganz unrecht. Täglich werden zahlreiche Fotos von Kindern in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter veröffentlicht. Im Übrigen nicht nur von ihren Eltern, sondern auch von Verwandten und Freunden. Dabei setzen sich die Nutzer über ein wesentliches Recht der Kinder hinweg: das Recht am eigenen Bild.

Es mag auf den ersten Blick niedlich sein, zu sehen wie die kleine Sophie ihr Gesicht mit Eis beschmiert hat oder der kleine Max fröhlich im Planschbecken sitzt. Doch vielleicht sind genau diese Fotos den Kindern irgendwann unangenehm? Vielleicht möchten sie später gar nicht mit Internetdiensten wie Facebook in Berührung kommen – doch wurden bereits als Kleinkinder dazu „gezwungen“. Hinzu kommt, dass wohl niemand so wirklich absehen kann, was Facebook & Co. bereits heute oder zumindest irgendwann mit diesen Fotos machen werden. 

Die Polizei Hagen setzt also ein Zeichen – es geht in die richtige Richtung. Das Bild wurde nun schon mehrfach geliked und geteilt. Hoffentlich fühlen sich auch viele Erwachsene davon angesprochen.

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