Leitsätzliches
Urteile 2024
Hier finden Sie im Laufe des Jahres immer mehr Urteile und Beschlüsse aus 2024 im weiteren Sinn zum Medienrecht und Presserecht, in denen Abmahnungen, einstweilige Verfügungen mit oder ohne mündliche Verhandlung, Unterlassungsklagen, aber u.U. auch Schadensersatz u.ä. Gegenstand sind.

KI-Stimmen Immitation und das Persöhnlichkeitsrecht - LG Berlin 4. Zivilkammer, Urteil vom 20.8.2025, Az: 2 O 202/24
1. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht schützt auch die Stimme als Ausdruck individueller Identität.
Eine durch KI erzeugte Stimmenimitation stellt – ebenso wie eine durch einen menschlichen Imitator erzeugte Nachahmung – einen Eingriff in dieses Recht dar, wenn ein erheblicher Teil des Publikums die Stimme der betroffenen Person zuordnet.
2. Die Nutzung einer KI-generierten Stimme zu kommerziellen Zwecken ist nicht durch die Kunst- oder Meinungsfreiheit gerechtfertigt.
Überwiegt das wirtschaftliche Interesse des Verwenders (z. B. Steigerung von Klickzahlen und Umsatz), tritt Art. 5 GG hinter dem Schutz der Persönlichkeit zurück.
mehr unter: "Yippee-Ya-Yeah, KI-Schweinebacke – Stimmenklone verletzen Persönlichkeitsrecht"




