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Die Abmahnangst geht um "Teure Musikdownloads - Haften Eltern für ihre Kinder?" - Top Thema bei Volle Kanne im ZDF

- mit Rechtsanwalt Michael Terhaag, LL.M. (Informationsrecht) - 

Immer noch erliegen viele, gerade jugendliche, Nutzer der Verlockung Musik aus dem Internet zu laden. Mit ein paar Klicks landet der gewünschte Titel auf dem Rechner. Richtig teuer kann es werden, wenn die Musik aus Tauschbörsen stammt: Millionen Menschen nehmen daran teil - häufig ohne zu wissen, dass der Tausch illegal ist und hart bestraft werden kann.

Gerade unter Schülern hat sich  die Problematik immer noch nicht herumgesprochen.
Man könnte denken es wäre besonders "cool", die neusten Songs kostenlos herunterzuladen. Eher ist es indes so das unter vielen Jugendlichen der kaufende Kunde als der Dumme angesehen werden könnte.
 
Die Musikindustrie beklagt seit Jahren große Einbußen bei dem Verkauf von klassischen Tonträgern, denn mit der steigenden Popularität von Musiktauschbörsen schrumpfte auch der Absatz von CDs und DVDs.
Schon länger ist den Plattenfirmen das illegale Tauschen von urheberrechtlich geschützter Musik ein Dorn im Auge. Doch während man bisher meist nur aus den USA von spektakulären Gerichtsprozessen mit hohen Strafgeldern hörte, macht sich inzwischen auch hierzulande eine Front gegen die Tauschbörsen-Nutzer breit: Seit einiger Zeit geht die Musikindustrie gezielt gegen die Musikpiraten vor.

Dabei werden spezielle Fahnder eingesetzt, die Musikpiraten gezielt anhand von IP-Adressen ausfindig machen sollen. Wer erwischt wird, muss mit einer Strafanzeige und saftigen Schadensersatzansprüchen rechnen. Die Abmahnungen nehmen stark zu.
Vielen Nutzern von Tauschbörsen ist nicht bewusst, dass sie ihren Rechner beim Download auch für andere automatisch öffnen: Meist laden die Nutzer nicht nur Musik von anderen Usern, sondern bieten auch ihre eigenen Dateien auf der Festplatte gleichzeitig zum Download an.

Eltern haften für ihre Kinder" - auf dieses Prinzip scheint sich die Abmahnwelle der Musikindustrie zu berufen. Laden Jugendliche illegal Musik aus dem Netz, dann müssten doch die Eltern dafür gerade stehen. Rechtsanwalt Terhaag nimmt hierzu im aktuellen Beitrag bei "Volle Kanne" im ZDF Stellung. Es muss in jedem Einzelfall genau geprüft werden, ob die Eltern ihre Überprüfungspflicht vernachlässigt haben. Eltern müssen zwar nicht von morgens bis abends ununterbrochen auf ihre Kinder aufpassen. Sie haben jedoch die Pflicht, ihre Kinder auf illegale Downloads aufmerksam zu machen und sie darüber aufzuklären, dass solche Downloads verboten sind. Sie sollten außerdem den Computer auf illegal geladene Dateien kontrollieren und diese löschen. Auch technische Programmsperren sind durchaus bei der Benutzereinrichtung und Passwortvergabe möglich.

Interessant ist aus unserer Sicht die Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt zur Haftung von Anschlussinhaber für Urheberrechtsverletzungen von Familienmitgliedern OLG Frankfurt, Urteil vom 20.12.07, Az.: 11 W 58/07<//font>, die eben nicht in das Credo des "Eltern haften für ihre Kinder" bedingungslos mit einstimmen.

In der Regel kann es zwar bei nur wenigen Dateien genügen, diese Dateien zu löschen und an die Kinder zu appellieren, die Tauschbörsen nicht weiter zu benutzen. Sollten sich jedoch schon Dateien in größerer Menge auf dem Rechner befinden, die sich über einen längeren Zeitraum angesammelt haben, sollte man unbedingt aktiv werden! In einer solchen Situation ist jederzeit zu befürchten, dass man ins Visier der Fahnder gerät.

Hier sollte eine vorbeugende Unterlassungserklärung abgegeben werden, die einer möglichen Auseinandersetzung wesentlich den "Wind aus den Segeln" nimmt. Bitte wenden Sie sich hierzu an einen spezialisierten Rechtsanwalt. Gerne sind natürlich auch wir Ihnen hierbei behilflich.

Unten haben Sie Gelegenheit -wie gewohnt- einen Videoausschnitt des Beitrags einzusehen, den Sie auch vollständig unmittelbar in der ZDF mediathek anschauen können. 

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