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allgemeines
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Herzlich Willkommen zu Ihrem aktuellen aufrecht.de-Newsletter!
Die
verurteilen Wettbetrüger Sapina vergleichen sich vor dem Landgericht
Berlin mit der Deutschen Klassenlotterie auf eine
Schadensersatzzahlung in Millionenhöhe.
Zwei Tage später (heute) weist das Landgericht Paderborn die
durch unsere Kanzlei betriebene Schadensersatzklage im
Berufungsverfahren eines Sportwetters gegen den Schummel-Schiri im
Ergebnis als unbegründet zurück. Mehr hierzu später...

Erfreulich und erfolgreich war hingegen auch in
diesem Jahr unser Besuch auf der Computermesse Cebit in Hannover.
Dieses Mal hatten wir nicht nur Gelegenheit,
Mandanten und nette Bekannte zu treffen, sondern auch mit den einen
und anderen anschließend einen anstrengenden Messetag mit ein paar
Bierchen ausklingen zu lassen. ;)
Unserem monatlicher Newsletter gibt wie immer nicht
alle Ergänzungen der letzten vier Wochen wieder. Bitte stöbern Sie
durch unsere Site und verwenden insbesondere die verbesserte
Suchfunktion
oder sprechen uns einfach direkt an, wenn Sie etwas vermissen.
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neues aus der Kanzlei
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Im Sat1 Frühstücksfernsehen wurde unser
Buch empfohlen. Vielen Dank dafür.
In der aktuellen Ausgabe des Internet-Magazin webselling 02/07
stand Herr Rechtsanwalt Dr. Herrmann zu Rechtsfragen der
Affiliate- und Merchanthaftung ausführlich Rede und Antwort.
Kollege
Terhaag wurde
zur rechtlichen Haltbarkeit erschlichener Vertragsabschlüsse
im Beitrag "Verbraucherminister Seehofer will Internetnutzer besser schützen"
bei tagesschau.de zitiert.

So durften wir auch im Beitrag "Internetabos -
IP-Adresse sind kein Beweis" im Verbrauchermagazin "markt"
im WDR-Fernsehen behilflich sein.
Ausführliche
Rechtsanwalt Terhaag stand zudem mit der aktuellen Internetrechtsfrage zum Thema Abmahnwellen sowie
im Betrag
zu "Gefängnisstrafen gibt es nur im
Kino" - zum Ausgang des FTP-Welt Strafverfahren im Berliner
Tagesspiegel
Schließlich hatten wir erneut einen Liveauftritt
im ZDF und durften dem Team der "Vollen Kanne" zum Top-Thema "Ärger beim
Internet-Anbieterwechsel" zur Seite stehen.
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Beiträge und
aktuelle Entwicklungen
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EuGH
entscheidet mit "Placanica" aktuellen Grundsatzfall
zum Thema Sportwetten-Vermittlung, Monopol wankt stark
Der Europäischen Gerichtshofs (EuGH) hat nunmehr endlich
in der seit langem erwarteten Placanica-Sache (Rs. C-338/04)
entschieden. Hierbei handelte es sich zwar, wie seinerzeit
2003 in der Angelegenheit Gambelli um einen Fall aus Italien,
der aber ohne Weiteres auf Deutschland zu übertragen
ist. Es ging um die Grundsätze der Niederlassungsfreiheit
und des freien grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs
in ganz Europa und dies insbesondere im Hinblick auf das Angebot
von Sportwetten...
Erste deutsche Gerichte (wie zum Beispiel das OVG Hamburg)
zeigen sich aber von der Entscheidung unbeeindruckt.
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hosta.de
- Beschreibende Domain wird erfolgreich verteidigt
Inhaber der Domain hosta.de wurde abgemahnt und auf Unterlassung
in Anspruch genommen, wegen vermeintlicher Verletzung von
Markenrechten. Nach deutlichen Hinweisen des Gerichts auf
den beschreibenden Charakter wurde die Klage zurückgenommen.
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Veröffentlichung
von Bildern prominenter Personen verboten? - Kein Abdruck
von Promi-Fotos ohne Informationswert
Wichtig ist, dass nunmehr auch bei der Veröffentlichung
von Fotografien absoluter Personen der Zeitgeschichte eine
eingehende Prüfung des Informationswertes des Beitrages
vorgenommen werden sollte, um die entgegenstehenden Interessen
einschätzen zu können.
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Ratgeber
Onlinerecht in der Presse
Vielen Dank für die Blumen! An dieser Stelle finden Sie einige weitere Auszüge
aus den zahlreichen Empfehlungen und Rezensionen aus den Medien.
Diese Übersicht wird ständig erweitert.
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Interessante
Urteile
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[markenrecht]
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Die
Verwendung der Bezeichnung "Jette" als Adword für
Schmuck, Uhren und Accesoires gilt als Markenrechtsverletzung,
LG Braunschweig, Beschluss vom 27.7.06, Az.: 9 O 1778/06 (256)
Die Verwendung der Bezeichnung "Jette" als Adword
stellt eine kennzeichenrechtliche Benutzungshandlung dar,
die wegen der Verletzung der Ausschließlichkeitsrechte
der Markeninhaberin zu einem Unterlassungsanspruch führt.
Diese als typische Markenbezeichnung für Schmuck, Uhren
oder dazugehörige Accessoires ist nahe liegend nur dazu
geeignet, eine darunter angebotene Leistung von dem Angebot
eines anderen Unternehmers zu unterscheiden und muss daher
vom Verkehr als Herkunftshinweis verstanden werden.
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Unterlassungsanspruch
von "AIDA" gegen "AIDU" - LG Köln,
Urteil vom 08.02.2007, Az.: 31 O 439/06
Die Veranstalterin von Kreuzfahrten unter der Marke "AIDA"
kann von dem Inhaber der Wort- / Bildmarke "AIDU.de Ab
in den Urlaub!" Unterlassung hinsichtlich der Verwendung
des Bestandteils "AIDU" in Alleinstellung für
Reisedienstleistungen verlangen.
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neu.de
verliert gegen neu.eu - LG München I, Urteil vom 27.02.2007,
Az.: 9HK O 17901/06
Neu.de hat keinen Anspruch auf Zuteilung der Domain neu.eu.
Neu.eu stellt eine generische Domain dar, da es sich um einen
allgemein beschreibenden Begriff handelt.
Die Nutzung von neu.eu verstößt weder gegen Markenrechte
von neu.de noch liegt eine wettbewerbsrechtlich relevante
Behinderung vor, da die Benutzung beschreibender Domain-Namen
im Hinblick auf die freie Wählbarkeit der Domain-Namen
rechtlich unangreifbar ist.
Dem typischen Internet-Nutzer sind die Vor- und Nachteile
der Direkteingabe von Gattungsbegriffen bekannt, so dass ein
Behinderungswettbewerb bei generischen Domains im Regelfall
ausgeschlossen ist...
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[urheberrecht]
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Die
Ablichtung einer Person lediglich von seitlich von hinten
führt nicht zur Erkennbarkeit - LG Berlin, Beschluss
vom 05.09.2006, Az.: 9 W 127/06
Der Begriff des "Bildnisses" im Sinne von §
22 KUG setzt die Erkennbarkeit der abgebildeten Person voraus.
Diese Voraussetzungen der Erkennbarkeit sind unter anderem
dann nicht erfüllt, sobald die Person von hinten abgelichtet
ist, Gesicht und Figur nicht erkennbar sind, er übliche
Kleidung trägt oder eine Durchschnittsfrisur hat.
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Durch
Untersagen der Fotoveröffentlichung ist auch Veröffentlichung
der Silhouette untersagt - LG Berlin, Beschluss vom 22.08.2006,
Az.: 9 W 114/06
Ist ein Foto ohne Einwilligung aufgenommen worden, so ist
auch die Veröffentlichung der Silhouette der Betroffene
aus dem zugrunde liegenden Foto vom Verbot der Verbreitung
umfasst.
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Kein
Urheberrechtsverstoß bei "analoger Lücke"
(napster DirectCut) - LG Frankfurt, Urteil vom 31.05.06, Az.:
2-06 O 288/06
Das "Abgreifen" des analogen Signals einer kopiergeschützten
digitalen Musikdatei verletzt nicht den Kopierschutz und stellt
somit keine unzulässige Umgehung nach § 95b Abs.3
UrhG dar.Es ist hingegen wettbewerbswidrig, wenn durch den
Vertrieb der Software Kunden zum Vertragsbruch verleitet werden,
die heruntergeladene Musik auch nach Vertragsbeendigung noch
zu nutzen.
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[wettbewerbsrecht]
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Telefon-Spam
bei Unternehmern - LG Hamburg, Beschluss vom 04.09.2006, Az.
312 T 6/06
Auch im gewerblichen Bereich oder bei der Ausübung eines
selbstständigen Berufes sind telefonische Anrufe zu Werbezwecken
nicht ohne weiteres hinzunehmen, da sie mit Blick auf die
Störung der beruflichen Tätigkeit ebenfalls als
belästigend empfunden werden können. Ein Anruf zu
Werbezwecken bei einem Unternehmer stellt grundsätzlich
einen Eingriff in das "Recht am Unternehmen" dar,
gegen den sich der Unternehmer nach §§ 823 Abs.
1, 1004 BGB analog zur Wehr setzen kann.
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Kein
wettbewerbsrechtlicher Unterlassungsanspruch beim Verstoß
gegen Angabenpflicht, OLG Koblenz, Urteil vom 24.4.2006, Az.:
4 U 1587/05
Unverlangte Telefonwerbung bei Kunden eines konkurrierenden
Unternehmens ist kein Grund einer Unterlassungserklärung,
auch ohne fehlender Angaben der Aufsichtsbehörde auf
dessen Internetseite. Die Nichtbeachtung der Informationspflicht
gemäß § 6 S. 1 Nr. 3 TDG stellt zwar einen
Verstoß gegen eine Marktverhaltensregelung im Sinne
des § 4 Nr. 11 UWG dar. Gleichwohl scheidet ein wettbewerbsrechtlicher
Unterlassungsanspruch aus, da dieser Verstoß die Erheblichkeitsschwelle
des § 3 UWG nicht überschreitet.
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Werbung
mit Test-Ergebnissen muss Fundstelle beinhalten - Hanseatisches
OLG, Beschluss vom 15.01.2007, Az. 3 U 240/06
Für eine Ware oder Dienstleistung mit Testhinweisen
Dritter zu werben, ohne unmittelbar eine Fundstelle nach Ort
und Datum der Veröffentlichung anzugeben, ist unlauter.
Bei der sog. Testhinweiswerbung nimmt der Werbende auf die
Ergebnisse von Tests eines unabhängigen Dritten Bezug,
was den werblichen Angaben ein besonderes - quasi objektives
- Gewicht verleiht. Es besteht ein besonderes Bedürfnis
des angesprochenen Verkehrkreises, den angegebenen Test im
Einzelnen nachzulesen. Eine fehlende Fundstellenangabe birgt
die erhebliche Gefahr, dass es den an dem Test Interessierten
nicht nur unerheblich erschwert wird, sich den Test zu beschaffen.
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Ein
Monat Widerrufsrecht bei eBay - LG Kleve, Urteil vom 2.03.2007,
Az.: 8 O 128/26
Das LG Kleve geht davon aus, daß das Widerrufsrecht
im Internetauktionshaus eBay für einen Monat und nicht
zwei Wochen gewährt werden muss. Die Kammer folgt nicht
der in der Rechtsprechung teilweise vertretenen Ansicht, diese
Voraussetzungen seien auch erfüllt, wenn der Empfänger
einer elektronischen Widerrufsbelehrung diese speichern oder
ausdrucken und damit dauerhaft machen könne.
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Geringfügig
abweichende Handlungen von Unterlassungstitel umfasst - OLG
Hamburg, 22.10.2007, Az.: 10 W 65/06
Wird einem Marktteilnehmer eine bestimmte Handlung verboten,
so gelten auch gering abweichende Handlungen als verboten.
Darunter fällt jegliche Art der Werbung, wie z.B. Flyer,
Plakete oder Internetwerbung. Lediglich bei Veränderung
des Gesamteindruckes der Werbung entfällt diese dem Verbot.
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irrlicht.de
- Keine Markenverletzung durch bloße Domainregistrierung
- LG Braunschweig, Urteil vom 29.09.2006, Az.: 9 O 503/06
Da die Domain "www.irrlicht.de" nicht im geschäftlichen
Gebrauch ist, und keinerlei inhaltlichen Hinweise auf den
gleichnamigen Betrieb aufweist, verletzt sie keine Zeichenrechte.
Es fehlt an der hierfür vorausgesetzten Zuordnungsverwirrung,
da die betreffende Internet-Domain keinen Hinweis auf den
Namen des Betreibers enthält, sondern vom Internet-Nutzer
lediglich als allgemeiner Bergriff verstanden wird.
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[allg internetrecht]
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Kein
Schadensersatz wegen Domain "kinski-klaus.de" aus
einer Verletzung des postmortalen Persönlichkeitsrechts
- BGH, Urteil vom 05.10.2006, Az. I ZR 277/03
Die vermögenswerten Bestandteile des postmortalen
Persönlichkeitsrechtssollen es nicht dem Erben ermöglichen,
die öffentliche Auseinandersetzung mit Leben und Werk
des Verstorbenen zu kontrollieren oder gar zu steuern. Eine
Rechtsverletzung kann nur nach sorgfältiger Abwägung
angenommen werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich
der in Anspruch Genommene für seine Handlungen auf
Grundrechte wie die Freiheit der Meinungsäußerung und die
Freiheit der Kunst...
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Deutsches
Recht bei österreichischer Internet-Veröffentlichung?,
KG Berlin, Urteil vom 24.3.06, Az.: 9 U 126/05
Zur internationalen Zuständigkeit deutscher Gerichte
wegen einer österreichischen Internet-Veröffentlichung.
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Wirksames
Schuldanerkenntnis auch per E-Mail oder telefonisch, AG Frankfurt
a.M., Urteil vom 13.10.2005, Az.: 31 C 745/05-83
Ein per E-Mail oder telefonisch erklärtes Schuldanerkenntnis
ist wirksam, soweit es sich auf Seiten des Schuldners um ein
Handelsgeschäft handelt.
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Erlaubtes
Domaninparking bringt Erfolg für "test24.de"
gegen Stiftung Warentest - OLG Hamburg, Urteil vom 8. Februar
2007, Az.: 3 U 109/06
Die Verwendung einer Domain mit der Standard Sedo-Verkaufsseite
und sogenannten sponsored links kann in Ausnahmefällen
auch keine markenmäßige Verwendung sein. Zur Frage
der Verwechslungsgefahr zwischen dem Markenbestandteil "test"
und dem Zeichen "test24.de".
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[sonstigesR]
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Verbot
von Fernsehwerbung für Sportwetten - OLG Celle, Urteil
vom 01.02.06, Az.: 13 U 195/06
Fernsehwerbung für Sportwetten, deren Veranstalter keine
Erlaubnis der zuständigen inländischen Behörde
besitzt, ist wettbewerbswidrig.Die Norm des § 284 StGB
stellt nach Einschätzung des OLG Celle nach dem Urteil
des Bundesverfassungsgerichts vom 28. März 2006 (1 BvR
1054/01)eine gesetzliche Vorschrift im Sinne des § 4
Nr. 11 UWG dar und ist auch dazu bestimmt, im Interesse der
Marktteilnehmer das Marktverhalten zu regeln.
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Durchsuchung
und Beschlagnahme bei CICERO verletzen Pressefreiheit - BVerfG,
Urteil vom 27.02.07, Az.: 1 BvR 538/06, 1 BvR 2045/06
Durchsuchungen und Beschlagnahmen in einem
Ermittlungsverfahren gegen Presseangehörige sind
verfassungsrechtlich unzulässig, wenn sie ausschließlich
oder vorwiegend dem Zweck dienen, die Person des Informanten
zu ermitteln...
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Unzulässige
Presseveröffentlichung von Zitat aus Anwaltsschriftsatz
- LG Berlin, Urteil vom 12.01.07, Az.: 9 U 102/06
Die Veröffentlichung eines Zitats aus einem Anwaltsschriftsatz
in der Presse kann unzulässig sein. Die schutzwürdigen
Belange des Rechtsanwalts können das Informationsinteresse
der Öffentlichkeit überwiegen. So ist es etwa, wenn
das Zitat den Eindruck erweckenkönnte, der Rechtsanwalt
habe der Presse breitwillig Auskunft gegeben wird die Tätigkeit
des Anwalts in ein schlechtes Licht gerückt. Hier herrscht
das Selbstbestimmungsrecht, ob und wie ein Anwalt seine Texte
der Presse zur Verfügung stellt.
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Zur
steuerrechtlichen Abzugsfähigkeit von Domainkosten -
BFH, Urteil vom 19. 10. 2006, Az.: III R 6/05
Aufwendungen, die für die Übertragung eines Domain-Namens
an den bisherigen Domaininhaber geleistet werden, sind Anschaffungskosten
für ein in der Regel nicht abnutzbares immaterielles
Wirtschaftsgut.
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"Placanica"
- Sportwettenmonopol derzeit europarechtswidrig - EuGH, Urteil
vom 6. März 2007, AZ: C 338/04, C 359/04 und C 360/04
Eine nationale Regelung, die die Ausübung von Tätigkeiten
des Sammelns, der Annahme, der Bestellung und der Übertragung
von Wetten, insbesondere über Sportereignisse, ohne eine
von dem betreffenden Mitgliedstaat erteilte Konzession oder
polizeiliche Genehmigung verbietet, stellt eine Beschränkung
der Niederlassungsfreiheit und des freien Dienstleistungsverkehrs
nach den Art. 43 EG und 49 EG dar...
Die Art. 43 EG und 49 EG sind dahin auszulegen, dass sie
einer nationalen Regelung wie der in den Ausgangsverfahren
fraglichen, die für Personen wie die Beschuldigten der
Ausgangsverfahren eine strafrechtliche Sanktion wegen Sammelns
von Wetten ohne die nach dem nationalen Recht erforderliche
Konzession oder polizeiliche Genehmigung vorsieht, dann entgegenstehen,
wenn sich diese Personen diese Konzessionen oder Genehmigungen
deshalb nicht beschaffen konnten, weil der betreffende Mitgliedstaat
es unter Verstoß gegen das Gemeinschaftsrecht abgelehnt
hatte, sie ihnen zu erteilen...
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